Über uns

Unser Interesse
Unsere Wahrnehmung ist selektiv und voller blinder Flecken: Sie ist fragmentarisch. Das Fragment kann eine Spur sein, eine Referenz oder auch als eine in sich geschlossene Einheit verstanden werden. Es bricht mit der Norm und verweist auf Leerstellen, die neue Denkrichtungen aufzeigen können. Ausgehend davon soll vor allem die Imperfektion – die Betonung des Unvollständigen, des Prozesshaften – im Mittel- punkt unserer Arbeit stehen: Wir verstehen das Fragment als lückenhafte Kategorie des Erkennens und Schreibens, die unsere Neugier sowie unser kritisches Interesse an dem Gegenstand Film und seiner Be- ziehung zu anderen Künsten weckt. Dieser forschenden Neugier wollen wir nachgehen. Unsere Methode versteht sich als ein Herantasten an ein Schreiben, das sich selbst befragt und Offenheit beansprucht. Wo Herausforderung und Scheitern zusammenfallen, kann Raum für Experimente geschaffen werden.

Unser Schreiben
Wir versuchen Film mal von den Rändern her und mal aus der Mitte heraus zu begegnen. Dabei konzen-trieren wir uns auch auf die Schnittstellen von Film zu anderen Künsten, begleiten Symposien, Ausstellungen und versuchen, Einblicke in den studentischen Umgang mit Film zu geben. Unsere Kritiken und Essays sollen sowohl den zeitgenössischen Film beleuchten, als auch erneute Begegnungen mit Klassikern zulassen – mit dem Anspruch die Grenzen einer filmhistorischen Kanonisierung nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Essays versuchen Theorien mit neuen Perspektiven oder studentischen Forschungsschwerpunkten zu vereinen und DVD– Reviews fragen nach den Möglichkeiten dieses technischen Mediums. Ebenso beschäftigen wir uns mit dem seriellen Aspekt in Film und Fernsehen. Neben dem Redaktionsteam können auch Gastschreiber_innen (info [at] fragmentfilm.de) zu FRAGMENT FILM beitragen.

 

 

Lisa Andergassen

ist Film- und Medienwissenschaftlerin und freie Fotografin. Sie arbeitet im Bereich Projekt- und Veranstaltungsmanagement und hat zuletzt "Raumdeutung. Zur Wiederkehr des 3D-Films" mitherausgegeben. Die erste Ahnung davon, dass Filme viel mehr können als 'nur' unterhalten, kam mit klassischen amerikanischen Independent-Filmen und dem Mafia-Genre, entdeckt in der unerschöpflichen Privat-Videothek des Onkels, zu Beginn noch auf verrauschten Betamax-Bändern und in Synchronfassung, dann VHS und DVD und immer mehr Kinofilm in OV. Seit dem Studium der Film- und Medienwissenschaft in Wien und Potsdam hat sich der Interessenschwerpunkt verlagert und umfasst auch spezifischere Fragestellungen, die das Dokumentarische und Indexikalische im Film betreffen, sowie filmische Arbeiten, die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums thematisieren und hinterfragen. Ein weiterer Interessensschwerpunkt liegt auf neueren amerikanischen Fernsehserien und deren Erzählstrategien. Seit Ende 2015 widmet sich Lisa nun anderen professionellen und privaten Projekten und Herzensangelegenheiten.

lisette_ [at] gmx.net

Dennis Basaldella

Ja, es fing wohl alles mit ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT III in einem Karlsruher Kino an. Ein Film als Paradebeispiel für die Macht des Films, die nicht nur den Raum, sondern auch die Zeit überwinden kann und es möglich macht, im Dunkeln des Kinosaals in die grenzenlose Fantasie eintauchen zu können. Danach war klar, dass etwas mit Film gemacht werden muss. So zog es den bekennenden SIMPSONS- und Spielberg-Fan nach seinem Regiestudium in der Filmstadt Rom, nach Deutschland zurück, wo er bei verschiedenen Fernsehproduktionen und Kurzfilmen mitgearbeitet hat. Mittlerweile widmet er sich in seinem Master-Studium den Schwerpunkten Film und Filmgeschichte. Aktuell befasst er sich auch mit dem Amateurfilm, und hier unter anderem mit dem in der DDR. Seit Ende 2013 widmet sich Dennis nun anderen Projekten. Ab und an schreibt er noch bei der Konkurrenz, den Kollegen von filmosophie.com.

denbas [at] web.de

http://www.dennisbasaldella.de

Johannes Bennke

Nach dreijähriger Arbeit als Architekturfotograf und Dokumentarfilmer bei David Chipperfield Architects GmbH Berlin begann er sein Studium der Philosophie und Komparatistik in Frankfurt am Main, wechselte dann in die Filmwissenschaft und machte mit einem Aufenthalt an der Sorbonne Nouvelle Paris 3 seinen Bachelor an der Freien Universität Berlin. Im Master der Europäischen Medienwissenschaft an der Universität Potsdam/ FH Potsdam hat er sich verstärkt den Themenfeldern von Theorie und Praxis in Wissenschaft und Kunst zugewendet. Seit 2015 promoviert er zur alteritären Medienethik, Medienanthropologie und sensorischen Ethnographie am KOMA - Kompetenzzentrum Medienanthropologie an der Bauhaus-Universität Weimar.

bennke [at] fragmentfilm.de

Tatiana Braun

Studierte Medien- und Kulturwissenschaften in Weimar, Lyon und Potsdam. Arbeitete unter anderem bei ARTE G.E.I.E. in Straßburg und der Deutschen Welle in Berlin. Filmische Festivalluft schnupperte sie unter anderem im Organisationsteam des Festival International de Cinéma Nouvelle Génération in Lyon und als Jury-Mitglied während der Berlinale zur Vergabe des DFJW-Preises "Dialogue en perspective". Ihre kinematographische Initiation erfolgte im zarten Alter von fünf Jahren mit Disney's ARIELLE, der ungefilterte Konsum filmischer Erzeugnisse in rauen Mengen führte dann zur Entwicklung einer pubertären Geschmacksirritation mit einem Faible für klassische High-School-Komödien und so genannte Teen-Scream-Filme. Heute weiß sie vor allem Gesamtkunstwerke zu schätzen, wie sie ihrer Meinung nach von Wes Anderson, Quentin Tarantino, Sofia Coppola, den Coen-Brüdern und so vielen mehr kreiert werden. Sie mag verschrobene Charaktere und „unzuverlässiges Erzählen“ und seitdem sie Netflix hat, verlässt sie eigentlich auch nur noch das Haus, um ins Kino zu gehen.

braun [at] fragmentfilm.de

Deniz Sertkol

Nach Abschluss ihres Bachelorstudiums in Passau und Aix-en- Provence ist sie nun Masterstudentin der Europäischen Medienwissenschaft an der Universität und Fachhochschule Potsdam. Sie arbeitete unter anderem in der Spielfilmredaktion bei ARTE G.E.I.E. in Straßburg, im Münchner Haus der Kunst und im Filmmuseum München. An der 62. Berlinale nahm sie als Mitglied der deutsch-französischen Jury „Dialogue en perspective“ teil. Seit 2009 betreibt sie www.dontpanicitsorganic.de, wo sie ihre Schwäche für Film und abseitige Kunst auslebt. Ihre Vorlieben reichen von Underground- und Trashfilmen über Indie- Streifen bis hin zu gekonntem Genre- und Arthauskino. Sie liebt Filmfestivals – nicht ausstehen kann sie schlechte Schauspieler, einfallslose Dialoge und miesen Humor.

sertkol [at] fragmentfilm.de

http://www.dontpanicitsorganic.de/